Über 40 % der Websites weltweit laufen auf WordPress – doch ist das wirklich noch die beste Lösung?
Das andauernde WordPress-Drama Matt Mullenweg vs.
WP Engine – Was es für die Zukunft von Open Source und Websites bedeutet „WP Engine ist ein Krebsgeschwür.“ Mit dieser provokanten Aussage entfachte Matt Mullenweg, der Gründer von WordPress und CEO von Automattic, einen Konflikt, der sich mittlerweile zu einem ausgewachsenen Drama entwickelt hat.
Der Streit zwischen WordPress und WP Engine – einem der größten WordPress-Hosting-Anbieter – dreht sich nicht nur um technische Details, sondern auch um die Frage, wie Open-Source-Projekte von großen Unternehmen beeinflusst werden.
Doch warum sollten uns diese internen Konflikte der WordPress-Welt überhaupt interessieren?
Ganz einfach: Sie werfen ein Schlaglicht auf die Zukunft der Open-Source-Bewegung und stellen die Frage, welche Alternativen sich für moderne Unternehmen bieten, die performante, individuelle Websites wollen.
Was steckt hinter dem Streit?
Seit Mitte September 2024 schwelt der Konflikt zwischen Matt Mullenweg und WP Engine.
Der Auslöser: WP Engine, das auf WordPress basierende Hosting- und Website-Management-Lösungen anbietet, wurde von Mullenweg scharf kritisiert, weil das Unternehmen wichtige Funktionen, wie die Rückgängig-Funktion, deaktiviert habe, um Kosten zu sparen.
Mullenweg sah darin einen direkten Angriff auf die Versprechen und Werte, die WordPress als Open-Source-Produkt ausmachen – und bezeichnete WP Engine sogar als Gefahr für das gesamte WordPress-Ökosystem.
Doch der Konflikt geht noch tiefer.
Mullenweg wirft WP Engine und seinem Investor Silver Lake, einem milliardenschweren Private-Equity-Unternehmen, vor, auf Kosten der Open-Source-Community Gewinne zu maximieren, ohne signifikant zur Weiterentwicklung beizutragen.
WP Engine erwiderte, dass es zu Unrecht angegriffen werde, und reichte eine Klage gegen Mullenweg und Automattic ein.
Der Streit eskalierte, als WP Engine für kurze Zeit den Zugriff auf WordPress.org verlor und viele Websites plötzlich keine Updates mehr durchführen konnten.
Dieser Schritt traf besonders kleinere Unternehmen, die auf die reibungslose Funktion der Plattform angewiesen sind.
Was bedeutet das für die Zukunft von WordPress?
Dieser öffentliche Streit zeigt, wie fragil das Fundament von Open-Source-Projekten sein kann, wenn kommerzielle Interessen und Kontrolle ins Spiel kommen.
Viele in der Community fragen sich nun, ob WordPress unter der Leitung von Automattic wirklich noch das freie, offene Projekt ist, das es einst war.




